Auffahrkeile und Stützen nach Regen sauber verstauen
09.10.2026
Nach einem nassen Stellplatzbesuch genügt meist ein kurzer, gezielter Reinigungsablauf: groben Schmutz entfernen, Profile kontrollieren und Keile getrennt von sauberem Gepäck verstauen. Bei Stützen gelten eigene Pflegehinweise.
Erst groben Schmutz auffangen
Nach einer regnerischen Nacht sind die Unterseiten der Auffahrkeile oft mit Spritzschlamm bedeckt. Nimm die Keile an einem geeigneten Platz aus dem Fahrweg und streiche anhaftende Erde zunächst mit einer Bürste ab. So landet der gröbste Dreck nicht im Staufach oder auf dem Fahrzeugboden. Der Caravan and Motorhome Club empfiehlt, starke Schlammansammlungen abzubürsten; bei Streusalz soll abgespült werden. Erde lässt sich häufig trocken lösen, Salz sollte dagegen nicht bis zur nächsten Tour auf dem Material bleiben.
Keile gezielt reinigen und kontrollieren
Bei hartnäckigem Matsch hilft klares Wasser und eine Bürste, besonders in den Stufen und Rillen. Fiamma beschreibt seine Level-Up-Keile als leicht zu reinigen; die gerippte Oberfläche soll am Reifen greifen. Daraus folgt für die Praxis: Nach dem Säubern prüfen, ob die Profile frei von Erde und Steinchen sind, bevor die Keile wieder eingesetzt werden. Das ist keine Aussage, dass jedes Modell gleich gereinigt werden darf: Bei anderen Kunststoffen, Verbundteilen oder selbstgebauten Keilen zuerst die jeweilige Herstelleranleitung beachten. Aggressive Reiniger oder Lösungsmittel sind ohne Freigabe unnötig.
Sauber verstauen, ohne den Innenraum zu verschmutzen
Lass Wasser ablaufen und wische die Flächen bei Bedarf ab. Packe die Keile nicht mit einer Schlammkruste zusammen, sondern nutze eine eigene Tasche, Wanne oder einen abwaschbaren Bereich im Außenstauraum. Fiamma liefert die Kit-Version mit einer Level Bag; eine Tasche hält das Zubehör beim Transport zusammen, ersetzt aber nicht das Entfernen von Dreck. Ist der Beutel innen bereits verschmutzt, separat reinigen und trocknen lassen. Bei anhaltendem Regen kann eine robuste Wanne als Zwischenlösung dienen, damit feuchte Keile nicht lose neben Textilien oder Lebensmitteln liegen.
Stützen brauchen eine andere Pflege
Auffahrkeile sind lose Teile; Caravanstützen bleiben dagegen mit dem Fahrwerk verbunden. Entferne sichtbaren Schlamm an erreichbaren Flächen, ohne Gelenke oder Spindeln mit Erde zuzusetzen. AL-KO weist darauf hin, dass die Wartung mechanischer Stützsysteme modellabhängig ist und stark verschmutzte Stützen gründlich gereinigt werden sollen. Welches Schmiermittel und welche Intervalle passen, hängt vom System ab. Folge deshalb der Anleitung des konkreten Fahrzeugs beziehungsweise Stützsystems, statt pauschal irgendein Öl auf bewegliche Teile zu geben.
Sicher abstützen und vor der Abfahrt prüfen
Beim Reinigen oder Rangieren gilt: Keile erst wegnehmen, wenn das Fahrzeug sicher steht und nicht wegrollen kann. Stützen sind bei klassischen Caravans zur Stabilisierung da, nicht dazu, eine Seite hochzuheben oder die Räder vollständig zu entlasten. Nach dem Verstauen lohnt ein kurzer Blick auf die Keile: Sind Risse, starke Verformungen oder Schäden an der Auflage sichtbar, nicht einfach wieder unter ein Rad legen, sondern Modellanleitung und Zustand prüfen. Herstellerangaben zu zulässiger Last und passendem Fahrzeug bleiben maßgeblich.