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Niederrhein mit dem Camper: flach radeln, Grenze queren

09.10.2026

Kleve verbindet einen ausgewiesenen Wohnmobilstellplatz mit einer grenzüberschreitenden Runde von gut 45 Kilometern und nur 38 Höhenmetern im Aufstieg. Wer mehr Strecke möchte, findet Richtung Venlo eine längere Alternative, sollte dort aber den höheren Feinschotteranteil einplanen.

Kleve als Basis: Wohnmobil abstellen, Radtag planen

Für eine Kombination aus Camper und Rad bietet sich Kleve als feste Basis an: Der Stellplatz an der van-den-Bergh-Straße liegt nahe der Innenstadt. Laut Eintrag gibt es dort 32 Plätze auf Schotterrasen; die veröffentlichte Gebühr beträgt fünf Euro pro Nacht, Wasser und Abwasser sind kostenlos. Der Platz ist grundsätzlich ganzjährig geöffnet, bleibt aber während der Klever Kirmes geschlossen. Vor der Anreise daher die aktuelle Verfügbarkeit und den Preis direkt beim Betreiber prüfen. [Stellplatz van-den-Bergh-Straße](https://www.niederrhein-tourismus.de/uebernachtung/stellplatz-van-den-bergh-strasse-ef95d10f37) Der praktische Vorteil einer Basis ist weniger ein Versprechen kurzer Wege als die klare Tagesplanung: Das Fahrzeug bleibt stehen, während die Tour als Rundkurs zum Ausgangspunkt zurückführt. So kann man nach der Radtour zu Fuß in die Stadt gehen, statt einen zweiten Übernachtungsort zu organisieren.

Die kompakte Grenzrunde mit Rhein-Fähre

Wer einen grenzüberschreitenden Tag mit moderatem Höhenprofil sucht, kann die Grenzland-Route ab Kleve in Betracht ziehen. Sie führt über Emmerich in die Niederlande und zurück; ausgewiesen sind 45,32 Kilometer, 38 Höhenmeter bergauf und 31 bergab. Die Streckenwerte sprechen für eine vergleichsweise flache Tour, sagen aber nichts über Wind, Pausen oder das persönliche Tempo aus. Die Route verbindet unter anderem Fahrten über Land und Wasser und enthält eine Fährüberfahrt über den Rhein. [Grenzland-Route](https://www.niederrhein-tourismus.de/tour/grenzland-route-829c07bf14) Gerade die Fähre macht aus der Radtour einen Ausflug mit zusätzlichem Taktgeber: Fahrplan und Betrieb vor dem Start beim Fähranbieter prüfen und einen zeitlichen Puffer lassen. Wer lieber unabhängig von einer Überfahrt bleibt, sollte eine andere Runde wählen oder die Rückfahrt so planen, dass eine verpasste Verbindung nicht den ganzen Tag kippt. Das ist keine reine Flachetappe, sondern eine abwechslungsreiche Grenzrunde, deren Route und Fährbetrieb zusammengehören.

Mehr Kilometer Richtung Venlo – Untergrund mitdenken

Als längere Alternative bietet sich die Grenzgängerroute zwischen Maas und Niers an. Der Toureneintrag nennt 62,47 Kilometer und jeweils 121 Höhenmeter im Auf- und Abstieg; ein Knotenpunkt der Strecke liegt am Herungerberg in Venlo. Die Route ist damit deutlich länger als die Klever Runde und nicht einfach als „kurze Ausfahrt“ zu behandeln. [Grenzgängerroute zwischen Maas und Niers](https://www.niederrhein-tourismus.de/tour/grenzgaengerroute-radwandern-zwischen-maas-und-niers-f095920f76) Auch der Belag ist ein Auswahlkriterium: Die Angaben führen 52 Prozent Asphalt und 36 Prozent Feinschotter auf. Das spricht dafür, vorab Reifen und Fahrradtyp zu bedenken und bei schmalen Straßenreifen die Detailkarte zu prüfen. Wer mit Kindern oder wenig Schotterpraxis unterwegs ist, kann die Runde teilen oder sich für die kürzere Klever Grenzland-Route entscheiden. Solche Empfehlungen sind eine praktische Ableitung aus Länge und Oberflächenanteil, keine Aussage zur aktuellen Wegqualität vor Ort.

So wird daraus ein entspannter Camper-Ausflug

Eine einfache Planung ist, Kleve als Übernachtungsbasis zu nehmen und erst vor Ort zwischen zwei unterschiedlichen Radtagen zu wählen: die 45-Kilometer-Runde mit Rhein-Fähre für den kompakten Grenzausflug, die längere Maas-Niers-Tour für mehr Strecke und wechselnden Belag. Wer mehrere Tage bleibt, kann die Touren auf getrennte Tage legen, statt beide aneinanderzuhängen. Diese Aufteilung ist eine Empfehlung aus den veröffentlichten Distanzen und verhindert, dass ein Fährfahrplan oder ein längerer Schotterabschnitt zum unnötigen Zeitdruck führt. Vor dem Losfahren die genaue Route, den Fährbetrieb und mögliche Änderungen prüfen; die Routenseiten stellen Kartendaten und GPS-Downloads bereit. Für den Camper-Stellplatz gelten die veröffentlichten Angaben, aber Platzsituation und mögliche Veranstaltungsschließungen können den konkreten Anreisetag beeinflussen. Wer Route, Tageslänge und Stellplatzöffnung jeweils separat kontrolliert, kann Niederrhein, Radtour und Grenzausflug sinnvoll verbinden, ohne aus einer ebenen Landschaft automatisch eine mühelose Tour abzuleiten.

Quellen

  1. Niederrhein Tourismus GmbH
  2. Niederrhein Tourismus GmbH
  3. Niederrhein Tourismus GmbH