StellplatznotizenRatgeberRechner

Spülwasser und Fett beim Camping: Küchenabfälle richtig trennen

08.10.2026

Küchenabwasser wird im Camper als Grauwasser getrennt gesammelt. Speiseöl gehört nicht in den Abfluss; für kleine Mengen nennt das Umweltbundesamt die Biotonne, größere Mengen werden getrennt entsorgt.

Spülwasser ist Grauwasser

Beim Abwaschen fällt im Camper nicht einfach „Restwasser“ an: Das Wasser aus der Küche läuft gemeinsam mit dem Wasser aus der Dusche als Grauwasser in einen separaten Tank. Das beschreibt das Bayerische Landesamt für Umwelt für Wohnmobile und Wohnwagen. Wer im Zelt oder mit einem mobilen Spülbecken unterwegs ist, sollte entsprechend die dafür vorgesehene Abwasserstelle des Platzes nutzen und die Platzregeln beachten. Eine kleine Schüssel oder ein faltbarer Eimer erleichtert es, das Wasser kontrolliert dorthin zu tragen, statt es am Stellplatz auszukippen. Vor dem Losgehen die Beschilderung lesen: Plätze können getrennte Becken für Geschirr und andere Zwecke haben. [Bayerisches Landesamt für Umwelt](https://www.lfu.bayern.de/pressemitteilungen/c/2077006/).

Feste Reste vor dem Spülen abnehmen

Bevor Wasser läuft, lohnt sich ein kurzer trockener Vorgriff: Essensreste und grobe Krümel mit Besteck oder einem Papierstück vom Geschirr nehmen. Küchenabfälle und Essensreste gehören nach Einschätzung des Umweltbundesamts nicht ins Abwasser. So landen sie nicht im Spülbecken oder später im Grauwasser. Sammle sie getrennt und entsorge sie in dem am Platz verfügbaren, passend gekennzeichneten Abfallbehälter. Bei einem Teller mit Soße etwa erst die Reste abstreifen, dann abwaschen; wer eine Schüssel zum Vorspülen nutzt, sollte ihren Inhalt ebenfalls in der dafür vorgesehenen Entsorgung auffangen. Der zusätzliche Handgriff hält feste Bestandteile aus dem Spülwasser heraus und macht den späteren Abwasch einfacher. [Umweltbundesamt: Was darf nicht in die Toilette?](https://www.umweltbundesamt.de/themen/was-darf-nicht-in-die-toilette).

Bratfett nicht in die Spüle kippen

Bei einer öligen Pfanne ist heißes Spülwasser keine gute Abkürzung. Nimm überschüssiges Fett zunächst mit einem Küchenpapier auf oder gieße flüssiges Öl nach dem Abkühlen in ein geeignetes Gefäß. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Öle und Fette die Abwasseranlagen verschmutzen. Speiseöl sollte daher nicht über die Spüle entsorgt werden. Ein Beispiel: Nach dem Braten das Öl erst abkühlen lassen, dann in einem verschließbaren Gefäß sammeln; mit dem Abwasch erst beginnen, wenn sichtbare Fettmengen aus der Pfanne entfernt sind. Papier mit Fett oder Soßenresten gehört nicht automatisch ins Altpapier; orientiere dich an den Behälterhinweisen des Platzes. [Umweltbundesamt: Mülltrennung](https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/richtiger-muelltrennung-ressourcen-schonen-umwelt) und [Umweltbundesamt: Abwasser](https://www.umweltbundesamt.de/themen/was-darf-nicht-in-die-toilette).

Fett separat sammeln, Grauwasser an der Station ablassen

Fett und Spülwasser gehören in zwei verschiedene Entsorgungswege. Wenn du Bratfett nicht in den Abfluss gibst, vermeidest du außerdem, dass es die Abwasserbehandlung aufwendiger und kostenintensiver macht. Das Grauwasser aus dem Fahrzeug wird dagegen an einer speziellen Einrichtung auf dem Camping- oder Wohnmobilstellplatz entsorgt. Eine kurze Kontrolle der Beschilderung hilft, die richtige Entsorgungsstelle zu wählen. Für eine kleine Menge Speiseöl nennt das Umweltbundesamt die Biotonne; größere Mengen sollen gesondert entsorgt werden. Sammle größere Reste daher sicher und erkundige dich am Platz, welcher Behälter vorgesehen ist. Zum Schluss den Grauwassertank wie vorgesehen leeren, statt ihn bis zum nächsten Stopp überlaufen zu lassen. [Umweltbundesamt](https://www.umweltbundesamt.de/themen/was-darf-nicht-in-die-toilette) und [Bayerisches Landesamt für Umwelt](https://www.lfu.bayern.de/pressemitteilungen/c/2077006/).

Quellen

  1. Bayerisches Landesamt für Umwelt
  2. Umweltbundesamt
  3. Umweltbundesamt