Uckermark mit dem Camper: Natur erleben und Versorgung mitplanen
09.10.2026
Die Uckermark verbindet Seen- und Waldlandschaften mit sehr unterschiedlichen Stellplatzprofilen: von ganzjähriger Versorgung in Templin bis zu naturnahen Plätzen ohne Strom und Wasser. Wer Komfortnächte und autarke Etappen bewusst kombiniert, plant den Natururlaub verlässlicher – und prüft saisonale Angaben sowie Leistungen vor der Abfahrt.
Natururlaub braucht einen Versorgungsrhythmus
Die regionale Tourismusinformation beschreibt die Uckermark als Landschaft mit mehr als 500 Seen, Flüssen, Söllen und Mooren – ein guter Rahmen für Tage draußen, aber kein Versprechen, dass jeder naturnahe Übernachtungsort zugleich eine Versorgungsstation ist. Für Camper lohnt es sich deshalb, zwei Dinge getrennt zu planen: Wo möchte ich die Landschaft erleben, und wo fülle ich Wasser auf, entsorge Abwasser oder kaufe Lebensmittel ein? Die Tourismusinformation empfiehlt Übernachtungen im Wohnmobil auf ausgewiesenen Stell- oder Campingplätzen. Das ist ein hilfreicher Planungsmaßstab; aktuelle örtliche Regeln und Platzbedingungen sollten Reisende zusätzlich prüfen. [Camping-, Caravan- und Wohnmobilstellplätze in der Uckermark](https://www.tourismus-uckermark.de/gastgeber/camping-caravan-und-wohnmobilstellplaetze/).
Templin als bequemer Versorgungsanker
Wer einen planbaren Start- oder Auffüllstopp sucht, kann den Stellplatz an der NaturTherme Templin als komfortorientierte Option betrachten. Das regionale Verzeichnis nennt bis zu 50 Plätze und ganzjährige Nutzbarkeit; am selben Ort gibt es ausgewiesene Tarife für Wasser und Entsorgung. Die dort veröffentlichte Preisangabe lautet 1 Euro je 100 Liter Frischwasser und 2 Euro je Camper-Clean-Entsorgungsvorgang. Das macht die Kosten vor Ort kalkulierbarer, ersetzt aber keine aktuelle Rückfrage: Gebühren und Verfügbarkeit können sich ändern. Der Standort eignet sich damit als mögliche Versorgungsnacht zwischen längeren Natur- oder Ausflugstagen, nicht als Garantie für einen freien Stellplatz. Details und Kontakt stehen im [Eintrag zur NaturTherme Templin](https://www.tourismus-uckermark.de/wohnmobilstellplatz-an-der-naturtherme-templin/).
Gollmitz: Versorgung direkt am Dorfplatz
Eine andere Art von Zwischenstopp bietet Onkel TOM’s Laden im Dorf Gollmitz. Laut Verzeichnis stehen hier fünf bis sechs Plätze für Wohnmobile oder Wohnwagen bereit; genannt werden Strom, Frischwasser, Abwasser- und Müllentsorgung sowie Einkaufsmöglichkeiten und Brötchenservice im Laden. Für eine praktische Route ist das interessant, wenn nicht nur der Wassertank, sondern auch der Vorratsschrank aufgefüllt werden soll. Der Ort ist allerdings kein großer Campingplatz, sondern ein kleiner Stellplatz mit begrenzter Kapazität. Die Öffnungszeiten des Ladens sollten zum geplanten Einkauf passen. Vor allem in Ferienzeiten empfiehlt sich eine direkte Nachfrage beim Anbieter. [Platzdaten für Onkel TOM’s Laden](https://www.tourismus-uckermark.de/pois/nordwestuckermark-ot-gollmitz-onkel-toms-laden-wohnmobil-und-wohnwagenstellplatz/).
Blumberger Mühle: naturnah und bewusst autark
Am Wohnmobil- und Caravanstellplatz nahe der Blumberger Mühle stehen Plätze kostenlos zur Verfügung. Dafür fehlen Strom, Frischwasser und Entsorgungsmöglichkeiten direkt vor Ort. Die Übernachtung ist auf ein bis zwei Nächte begrenzt; geöffnet ist der Platz laut Eintrag von April bis Ende Oktober. Das ist eine passende Option für eine kurze, einfache Natur-Etappe, wenn Frischwasser, Bordstrom und Toilettenkapazität bereits vorher bedacht sind. Wer dort ankommt und erst dann feststellt, dass eine Entsorgung nötig ist, muss einen anderen Stopp einplanen. Prüfen Sie vor der Abfahrt außerdem, ob die Saisonangabe für den konkreten Reisetag und die gewünschte Nutzung noch gilt. [Informationen zum Stellplatz an der Blumberger Mühle](https://www.tourismus-uckermark.de/pois/angermuende-wohnmobil-und-caravanstellplatz-an-der-blumberger-muehle/).
Stolpe nicht mit einer Service-Station verwechseln
Auch der Stellplatz im Angermünder Ortsteil Stolpe liegt reizvoll an der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße. Praktisch wichtig ist jedoch die Ausstattung: Das Verzeichnis nennt sechs gebührenpflichtige Plätze, für die nur Münzzahlung möglich ist, und weist ausdrücklich darauf hin, dass Strom, Wasser und Entsorgung vor Ort fehlen. Behandeln Sie Stolpe daher eher als kurzen Haltepunkt, wenn Ihr Fahrzeug autark ist, nicht als den Tag, an dem Versorgung erledigt werden soll. Die Beschreibung nennt Wege zum Wandern und Radfahren in der Umgebung; bleiben Sie beim Parken auf den ausgewiesenen Flächen. Vor der Anfahrt lohnt es sich, Münzen bereitzulegen und die Platzangaben erneut zu prüfen. [Eintrag zum Wohnmobilstellplatz Stolpe](https://www.tourismus-uckermark.de/pois/angermuende-ot-stolpe-wohnmobilstellplatz-stolpe/).
Eine einfache Reihenfolge für die Routenplanung
Ordnen Sie Ihre Stopps nach Versorgung statt nur nach landschaftlicher Nähe: Legen Sie zuerst fest, wann Wasser, Strom oder Entsorgung spätestens nötig werden. Suchen Sie dafür einen Platz, dessen Eintrag genau diese Leistung aufführt – etwa Templin oder Gollmitz – und setzen Sie eine autarke Natur-Etappe wie die Blumberger Mühle erst dahinter, solange die Reichweite Ihres Fahrzeugs dafür ausreicht. Stolpe sollte in derselben Logik nur dann eingeplant werden, wenn Sie ohne Service auskommen und die Münzzahlung berücksichtigen. Das ist keine starre Rundroute, sondern ein flexibles Muster: Versorgungsnacht, Naturaufenthalt, danach wieder Service nach Bedarf. Die genannten Angaben wurden am 9. Oktober 2026 abgerufen; besonders Saison, Öffnungszeiten, Preise und freie Kapazitäten vor Reiseantritt beim Anbieter verifizieren.